Minijob – Verdienst bald bis 450 Euro

Geschrieben von | 12. Juli 2012 | Minijobsinfos für Arbeitnehmer

Menschen, die einen Minijob ausüben sollen nach Plänen aus der schwarz-gelben Koalition bald mehr verdienen können. Die steuerfreie Einkommensgrenze für geringfügig Beschäftigte wird dafür nach den Plänen der Koalitionum 50 Euro auf 450 Euro steigen – und zwar ab dem 1. Januar des kommenden Jahres.

Mit dem Beginn des nächsten Jahres sollen Minijobber im Monat 450 Euro steuerfrei verdienen dürfen, 50 Euro mehr als bisher. Ein entsprechendes Gesetz soll nach der Sommerpause in den Bundestag gehen und bis spätestens November verabschiedet werden. Auf diesen Zeitplan haben sich jetzt die Koalitionsfraktionen geeinigt, wie gestern in Berlin von Union und FDP zu erfahren war.

Zudem sollen Arbeitnehmer künftig etwas höher rentenversichert sein. Wer einen Minijob ausübt, erhält demnach vom Arbeitgeber einen pauschalen Rentenversicherungsbetrag von 15 Prozent. Allerdings sollen künftig Mini-Jobber 4,6 Prozent dazu zahlen. Wer diese Regelung ablehnt, kann das sogenannte „Opt-out-Verfahren“ wählen. Das muss aber von dem Beschäftigten gesondert angemeldet werden. CDU und CSU hatten auf diese Reglung bestanden, um die Altersarmut zu mindern, wie es hieß.

Bei den gering besteuerten sogenannten Midijobs soll die Schwelle demnach auf 850 Euro angehoben werden. Das Gesetz soll dem Bericht zufolge zum 1. Januar 2013 in Kraft treten.

Dennoch nicht unumstritten

Die Zahl der Minijobs erreicht immer neue Rekordhöhen. Im Dezember 2011 gab es nach neuen Zahlen der Bundesagentur für Arbeit 7,507 Millionen geringfügig entlohnte Beschäftigte, wie die Minijobs in der Statistik heißen. Das waren rund 120.000 mehr als ein Jahr zuvor und rund zwei Millionen mehr als unmittelbar nach der rot-grünen Minijob-Reform 2003. Die Zahl der ausschließlich in einem Minijob-Beschäftigten ist dabei mit rund 4,9 Millionen relativ stabil geblieben. Beständig gestiegen ist die Zahl der Nebenjobs, die Arbeitnehmer steuerfrei neben dem Hauptberuf ausüben. Sie erreichte im Dezember 2,6 Millionen.

Die Unions-Fraktion will die Minijobs deshalb auf den Prüfstand stellen. "Wir müssen überprüfen, ob Minijobs generell sinnvoll sind", sagte der Arbeitsmarkt-Experte der Union, Peter Weiß, der "Frankfurter Rundschau". In einigen Branchen würden viele Minijobs geschaffen und damit normale Arbeitsplätze ersetzt. Mit dem Thema solle sich eine Arbeitsgruppe der Fraktion ab Herbst beschäftigen.

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